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Der Gestationsdiabetes (GDM) zählt zu den häufigsten Erkrankungen in der Schwangerschaft mit weltweit steigender Tendenz, vor allem durch höheres Körpergewicht und Alter der Frauen. Da er symptomlos ist, kann er nur durch gezielte Diagnostik erkannt werden. Im Jahr 2016 betrug die Prävalenz des GDM in Deutschland 5,38%, was 40.648 Schwangere betraf. Demgegenüber hatten nur 0,89% bzw. 6.745 Schwangere einen Diabetes mellitus Typ 1 oder 2.

Seit 2012 wird jeder Schwangeren als Kassenleistung eine Zweistufendiagnostik angeboten. Sie besteht aus einem 50-g Glukose-Screening, dem sich bei pathologischen Ausfall ein 75-g oGTT anschließen muss. Bei hohem Risiko sollte bereits in der Frühschwangerschaft nach einem präexistenten Diabetes mellitus gesucht werden, das ist jedoch nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinie. Die Therapie kann bei ca. 80% der Schwangeren durch Ernährungsumstellung und Bewegung, bei ca. 20% durch zusätzliche Insulintherapie gelingen. Aufklärung über Lebensstiländerung und postpartale Kontrollen sowie die Förderung des ausschließlichen Stillens mindestens 4-6 Monate postpartum zielen auf die Prävention eines manifesten Diabetes mellitus Typ 2 bei den Müttern und eine Vermeidung des Übergewichtsrisikos der Kinder im späteren Leben im Sinne einer perinatalen Programmierung ab.

Die AG Diabetes und Schwangerschaft befasst sich mit allen Aspekten von Diabetes und Schwangerschaft, dies schließt sowohl den Gestationsdiabetes (GDM) als auch den präexistenten oder in der Schwangerschaft erstmals diagnostizierten Diabetes mellitus Typ 1 und 2 sowie seltene Diabetes-Formen (Monogener Diabetes GCK-MODY) ein.

 

 

Ziele und Aufgaben

  •        Verbreitung evidenzbasierten Wissens über die bei Diabetes und Schwangerschaft bestehenden Probleme in der Ärzteschaft und bei diabetischen Patientinnen
  •       Förderung wissenschaftlicher Tätigkeit auf dem Gebiet Diabetes und Schwangerschaft
  •       Organisation und Durchführung von Veranstaltungen auf Kongressen und TagungenFörderung der interdisziplinären Zusammenarbeit aller mit der Behandlung von Schwangeren mit Diabetes mellitus befassten Berufs- und Interessengruppen
  •       Erstellung von wissenschaftlich begründeten Empfehlungen bzw. Leitlinien und Schulungsprogrammen für Patientinnen
  •       Förderung von qualitätssichernden Maßnahmen

 

Aktuelle Tätigkeiten/Vorhaben

  • Aktualisierung der Leitlinien

  •  Erstellung eines Schulungsprogramms für Schwangere mit Gestationsdiabetes (GDM)

  • Gemeinsame Datenerfassung von Schwangerschaften mit GDM und Diabetes Typ 1 und 2  www.gestdiab.de